Heikos Malawizucht

Private Hobbyzucht von Malawisee-Cichliden

 Obwohl die faszinierenden Buntbarsche aus dem Malawisee anderen Zierfischen schon lange den Rang auf der Beliebtheitsskala abgerungen haben, kommt es leider noch viel zu häufig dazu, dass Aquarianer Ihre Buntbarsche nicht artgerecht pflegen.

Aus meiner Sicht liegt dies in den meisten Fällen an unzureichendem Fachwissen und glegentlich leider auch an Gleichgültigkeit. Viel zu oft habe ich  Malawis in viel zu kleinen Aquarien sehen müssen, zu oft wurde bei der Besatzauswahl nur auf die Optik der Fische geachtet...

Die Haltung&Pflege unserer Schützlinge ist doch eigentlich gar nicht so schwierig wie oftmals angenommen und lässt sich unter Einhaltung entscheidener Grundfaktoren problemlos händeln.

Anbei möchte ich Ihnen einige Faktoren etwas näher erläutern 

Wasserwerte
Buntbarsche aus dem Malawisee benötigen hartes Wasser im PH-Bereich von 7,5 bis 8,5
Ich selbst habe Ausgangswerte von PH 8, GH 22, KH 14 und einer Temperatur von 26 Grad.

Beckengröße
Je nachdem für welche Art aus dem Malawisee sich entscheiden benötigen Sie unterschiedliche Aquariengrößen. Während beispielsweise eine kleine Gruppe Mbunas problemlos in 200-240 Liter gehalten werden können brauchen Arten wie Buccochromis, Nimbochrois oder Tyrannochromis beispielsweise Becken ab 1000 Liter. Mitlerweile gibt es im Internet zahlreiche Informationsseiten, auf denen Sie sich über die Haltebedingungen der jeweiligen Art ausreichend informieren können. Ich rate immer dazu, kaufen Sie ein Aquarium immer so groß wie möglich.

Bodengrund
Unsere Schützlinge lieben es, Bodensubstrat ins Maul zu nehmen und es durch die Kiemen herauszudrücken. Auf dieser Art und Weise filtrieren sie Kleinstlebewesen aus dem Bodensubstrat heraus. Somit ist es naheliegend das wir im Aquarium auf ein feines, nicht scharfkantiges Bodensubstrat zurückgreifen müssen. Quarzsand in einer feinen Körnung ist hier die beste Wahl. Bitte achten Sie bei der Auswahl unbedingt darauf, das der Bodengrund PH-Neutral und frei von Geruchsbindern ist.
  
Einrichtung
Malawisee werden in Mbunas (Felsencichliden) und Utakas bzw NonMbunas  (Bewohner der Übergangszone) unterteilt. Bei der Haltung von Mbuna-Arten empfiehlt es sich somit, das Aquarium mit vielen Felsen zu  bestücken um Höhlen, Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen. Bei der Pflege von Utakas oder NonMbunas habe ich sehr gute Erfahrungen mit einzeln platzierten Felsen gemacht, die den Tieren als Revierabgrenzung dient. Da Buntbarsche sehr gerne im Sand graben rate ich dringend dazu die Bodenscheibe des Aquariums mit Styropor gegen Steinschläge zu schützen.

Vergesellschaftung
Bedenkt man, das Mbunas Aufwuchs und somit Pflanzenfresser sind, während sich Utakas bzw NonMbunas von Kleinstlebewesen ernähren, so liegt es auf der Hand das beide Arten nicht in ein gemeinsames Aquarium gehören. Es ist nahezu unmöglich beide Arten artgerecht zu ernähren ohne das eine der beiden Arten zurückstecken muss.

Wasserwechsel
Durch Ausscheidungen, Pflanenteilen und Futterresten wird unser Aquariumwasser stehts belastet. Gleiches gilt bei einer zu hohen Besatzdichte im Aquarium. Ein Teilwasserwchsel schafft hier Abhilfe. Als Faustformel gilt 25% des Gesamtvolumens alle 14 Tage zu wechseln. Je nach Besatzdichte kann die Menge oder Häufigkeit der Wasserwechsel variieren.